Unsere Erfahrungen mit Vinylböden

Junge spielt mit Auto auf Vinylbodem

Der Vinylboden hat den Markt für Bodenbeläge sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich erobert. Werden die Produkteigenschaften einmal genauer unter die Lupe genommen, verwundert dieser Erfolg nicht. Doch was genau ist ein Vinylboden überhaupt? Und was macht den Vinylboden zu einem Kassenschlager?

Zusammenfassung: die wichtigsten Vorteile von Vinylböden
  • gesundheitlich unbedenklich: Vinylböden unterliegen strengen EU-Richtlinien
  • hoch strapazierfähig: der Verschleiß ist gering
  • wasserfest: als massives Vinyl ist er in Feuchträumen verlegbar
  • fußwarm: barfuß fühlt sich der Boden angenehm an
  • verlegefreundlich: leicht zu verlegen durch Klicken oder Kleben
  • leicht zu pflegen: er kann sogar nass gewischt werden

Was ist ein Vinylboden?

Vinyl ist ein thermoplastischer Kunststoff, dessen Name sich aus dem Englischen ableitet: Polyvinylchlorid (PVC). PVC ist im Ausgangszustand hart, umformbar und spröde. Durch die Zugabe von Weichmachern wird er weich und formbar und lässt sich mit Hilfe technischer Geräte zu einem Bodenbelag zu formen.

Gesundheitliche Unbedenklichkeit

Wussten Sie, dass in vielen Arztpraxen und Krankenhäuser oder Kindergärten und Altenheimen Vinylböden verlegt sind? Nur handelt es sich hierbei meist um Rollenware, während im privaten Gebrauch vorwiegend Dielen genutzt werden.

Kaufen Sie keine Vinylböden mit Phthalat Weichmacher!

Weichmacher haben einen schlechten Ruf. Die Gruppe der Phthalate steht dabei auf der Liste ganz weit oben. Heute unterliegen Vinylböden strengen EU-Richtlinien und dürfen keine gesundheitsgefährdenden Weichmacher oder andere schädliche Zusatzstoffe beinhalten.  

Vinylboden verlegt in Arztpraxis
Foto: mali maeder/pexels

Hersteller setzen stattdessen auf gesundheitlich unbedenkliche, phthalatfreie Weichmacher, die auch bei der Herstellung von Lebensmittelbehältnissen oder im medizinischen Bereich Verwendung finden. 

Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit

Die Wahl eines Vinylbodens sollte immer in Abhängigkeit zur Nutzungsklasse (NK) erfolgen. Diese richtet sich nach der Dicke der Nutzschicht, also der Fläche, die tatsächlich genutzt wird, und die den typischen Abnutzungserscheinungen ausgesetzt ist. Dabei gibt die Norm DIN EN 68 mit einem Klassifizierungssystem vor, wie europäische Hersteller Vinylböden einteilen müssen.

Je dicker die Nutzschicht, desto höher ist die Nutzungsklasse und Lebensdauer. Zur Orientierung: NK 31 entspricht in etwa einer 0,3 Millimeter starken Nutzschicht.

Vinylböden sind unterteilt in private (20er), gewerbliche (30er) und industrielle (40er) Nutzungsklassen. Die zweite Ziffer steht für die Nutzungsfrequenz aus, also wie stark der Boden in dem zugewiesenen Bereich genutzt werden kann. Die 1 steht für geringen, die 2 für normalen und die 3 für starken Gebrauch.

Ziehen Sie eine höhere Nutzungsklasse immer einer niedrigeren immer vor. Die Nutzungsklasse wirkt sich auf die Lebensdauer des Vinylbodens aus.

Nicht zur verwechseln sollten Sie die Nutzschicht mit der eigentlichen Höhe des Bodens. In unserem Online Shop reicht die Höhe derzeit von 2 mm bis 8,5 mm, verteilt auf vier Ausführungen:

(1) Vinyl mit HDF-Trägerplatte: bis zu 10 mm hohes Verlegeelement zur schwimmenden Verlegung

Massives Vinyl: bis zu 5 mm hohes Verlegeelement, das (2) als Klick-Vinyl zum schwimmenden Verlegen, (3) mit und ohne Klick-System zum Verkleben erhältlich ist sowie (4) selbstklebend.

massiver Vinylboden mit Klicksystem
  • homogener Aufbau
  • Aufbauhöhe von 4,0 mm bis 4,5 mm
  • einfach zu verlegen dank Klicksystem
  • Warmwasser-Fußboden geeignet
  • extrem stabil

 

massiver Vinylboden zum Kleben
  • homogener Aufbau
  • Aufbauhöhe von 4,0 mm bis 4,5 mm
  • optimal für die Verlegung in Feuchträumen
  • Warmwasser-Fußboden geeignet
  • vollflächige Verklebung stellt eine extrem effiziente Heizleistung sicher
  • hinterlässt schwer entfernbare Klebereste
selbstklebender Vinylboden
  • homogener Aufbau
  • Warmwasser-Fußboden geeignet
  • geringe Aufbauhöhe (2 mm)
  • im Vergleich zu Klick- und Klebe Vinyl schneller, günstiger und einfacher zu verlegen 
  • weniger stabil im Vergleich zu Klick Vinyl
  • hinterlässt Klebereste
Vinylboden mit HDF-Träger
  • heterogener Aufbau
  • Aufbauhöhe von 8,5 mm
  • einfach zu verlegen dank Klicksystem
  • Warmwasser-Fußboden geeignet
  • hervorragende Schalldämmung und Wärmeisolierung dank integrierter Korkschicht
  • Trägerschicht sorgt für zusätzliche Stabilität
  • geeignet zur Verlegung auf weniger ebenen Untergrund
  • sollte nicht in Feuchträumen verlegt werden

Fußwarm, rutschfest, wasserabweisend

Badezimmer mit Vinylboden
Designbeispiel für Vinylboden im Badezimmer

Für das Badezimmer ist ein Vinylboden eine gute Alternative, denn der Boden ist resistent gegen Feuchtigkeit und dabei, im Gegensatz zu Fliesen, angenehm fußwarm und rutschhemmend.

Jedoch sollten bei einer Verlegung im Badezimmer ausschließlich massive Vinylböden gewählt werden. Vinylböden mit HDF-Trägeplatte sind für die Verlegung in Feuchträumen nicht geeignet. Die aus Holzfasern gefertigten Platten können bei einer langfristigen Nutzung aufquellen, wenn durch die Fugen Wasser eindringt.

Besser Klicken oder Kleben?

Auf dem Markt gibt es drei gängige Arten der Verlegung von Vinylböden: die selbstklebende Verklebung, die schwimmende Verlegung mit Klick-System und die vollflächige Verklebung(mit und ohne Klick).

Eine Universallösung für die richtige Verlegetechnik gibt es ebenso wenig wie große Unterschiede im Hinblick auf Komfort und Strapazierfähigkeit der verklebten und verklickten Bodenbeläge.

Bei einem selbstklebenden Vinylboden ist die Rückseite mit einem Klebstoff versehen, der durch eine Schutzfolie geschützt wird. Zur Verlegung wird lediglich die Folie abgezogen und das Vinylelement auf den vorher grundierten Unterboden aufgebracht. Für die schwimmende Verlegung sprechen die schnellere Verlegung, der Verzicht auf Kleber und Bodenleger und das leichtere Entfernen des Bodens bei einem Auszug. Die vollflächige Verklebung sollte indes durch einen Fachmann übernommen werden, um eine hohe und langlebige Qualität sicherzustellen. Auch bei einer Verlegung auf einer Fußbodenheizung ist die Verklebung die bessere Lösung, da die feste Verbindung und die geringe Aufbauhöhe des Bodens zu einer direkten Wärmeübertragung führt.

Hygienisch und pflegeleicht

Im Gegensatz zu Böden aus Holz oder Kork, die mit speziellen Produkten gesäubert werden sollten, reicht es einem Vinylboden aus, wenn er regelmäßig abgesaugt und mit einem feuchten Tuch gewischt wird.

Damit der Vinylboden sein schönes Aussehen behält und auch die Qualität erhalten bleibt, sollten Sie Ihren Vinylböden regelmäßig mit Spezialreiniger für Vinyl bzw. PVC-Böden behandeln.

Vinylböden sind nicht nur wasserabweisend, sondern auch sehr hygienisch, da sie antibakteriell wirken. Aus diesem Grund wird diese Bodenart auch gern in Krankenhäusern oder Allergikerhaushalten verlegt.

Haben wir Ihre Neugier geweckt? Dann entdecken Sie im Parkett Direkt Online-Shop unsere große Auswahl an Vinylböden

Du magst vielleicht auch

6 comments

  1. Habe eigentlich einen Ratgeber gesucht für die Wahl zwischen Vinylboden und Vinylparkett. Aber schon an den mm- und cm-Angaben in diesem Artikel kann man sehen, was hier für hirnloser Schrott zusammengeschrieben wird.

    1. Hallo,

      wir bedanken uns für dein Feedback. In der Tat hat sich bei den Angaben zu der Nutzschicht der Fehlerteufel eingeschlichen.
      Diesen Punkt haben wir in unserem Beitrag korrigiert. Wir wünschen dir dennoch viel Erfolg bei der finalen Auswahl deines Vinylbodens.

      Beste Grüße,

      Alexander Vetter

    1. Hallo Lukas, vielen Dank für deine netten Worte. Wir versuchen natürlich weiterhin unserer Sortiment so facettenreich wie möglich zu gestalten.
      Wir könnten uns auch vorstellen mit dir als Vinyl-Boden Experte auch mal zusammenzuarbeiten.
      Wenn du Interesse an einer solchen Content-Kooperation haben solltest, dann kontaktiere uns.

      Beste Grüße,

      Alexander Vetter

    1. Hallo,
      wir danken dir für deine Frage.
      Die Oberflächenvergütung erfolgt wie im Text schon erwähnt über eine sog. PU-Versiegelung,
      einer Schutzschicht aus Polyurethane (Kunstharze).
      Ob man hier schon von Nanotechnologie sprechen kann würde zu weit gehen. In jedem Falle schützt eine solche Versiegelung den Vinylboden dauerhaft gegen Feuchtigkeit und macht diesen strapazierfähiger.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.